Symbolbild von Büchern, die von KI geprüft werden
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KI-Apparatchecker

Auf einen Blick:

Branche: Verlagswesen
Fokus: KI-gestützte Prüfung der formalen Ausstattung von Manukripten
Ergebnis: zwei Stunden Lektoratsarbeit pro Buch automatisiert

Herausforderung

Ein Wissenschaftsverlag hatte hohe manuelle Aufwände, die formale Ausstattung eingereichter Manuskripte zu vereinheitlichen. In wissenschaftlichen Publikationen müssen Quellenangaben und Literaturverzeichnisse professionell und durchgängig einheitlich formatiert sein. Bisher prüfte eine einzige Lektoratskraft nur ausgewählte Texte, sodass die formale Qualität vieler Bücher hinter der inhaltlichen zurückblieb oder sogar aus Ressourcengründen ganz entfiel.

Lösung

Um die Lektoratsqualität über alle Titel hinweg zu erhöhen, entstand der „Apparatchecker“: ein KI-Tool, das als Add-in direkt in Microsoft Word den wissenschaftlichen Apparat (Zitate, Quellen und Literaturverzeichnis) Absatz für Absatz prüft. Das Lektorat legt vorab den gewünschten Zitationsstil fest (u. a. SBL oder Chicago), das System markiert jede Abweichung davon. Zusätzlich erkennt es typische formale Fehler, u. a. falsch sortierte Literaturverzeichnisse und Flüchtigkeitsfehler, die beim Lesen leicht übersehen werden.

Die Prüfung startet im geöffneten Dokument, ohne Wechsel in eine andere Anwendung. Die Änderungsvorschläge erscheinen direkt im Word-Korrekturmodus. Die Verarbeitung erfolgt vollständig DSGVO-konform. Für maximale Ausfallsicherheit sind mehrere Sprachmodelle (LLMs) hintereinandergeschaltet: Fällt eines aus, übernimmt das nächste. Zudem führen stets die jeweils neuesten KI-Modelle die Prüfung durch.

Die Analyse eines Manuskripts dauert 10 bis 30 Minuten. Über das Add-in steuert das Lektorat, ob es Vorschläge einzeln oder gesammelt annimmt und wie es mit Anmerkungen umgeht. Die finale Entscheidung verbleibt im Sinne des Human-in-the-Loop-Prinzips beim Menschen.

Ergebnisse

Der seit Q3/2026 eingesetzte „Apparatchecker“ prüft pro Monat 40 Manuskripte und hebt die formale Qualität deutlich über das Niveau bisheriger punktueller Korrekturen. Neben einer Zeitersparnis von mindestens zwei Stunden pro Buch zählt vor allem, dass der Verlag diese Qualitätsstufe nun allen Titeln bietet und sich damit vom Wettbewerb abhebt. Die KI übernimmt die kleinteilige Formalprüfung, das Lektorat gewinnt Zeit für die inhaltliche Arbeit: So steigen Qualität und Effizienz gleichermaßen.

Kundenzitat

„Mit dem neuen KI-Tool können wir unseren Kundenservice deutlich verbessern, weil die Künstliche Intelligenz zuverlässige Arbeit abnimmt, für die in unserem kleinen Team einfach keine Zeit gewesen war“
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